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“Fisherman`s Wife”, des Fischers Frau - so haben wir mich lange Zeit im Betrieb betitelt. Ganz einfach, weil ich überall mitmische, meine Aufgaben so vielfältig sind, so dass es gar keine wirkliche Jobbezeichnung gibt. Gelernt habe ich etwas ganz anderes. Ich habe Germanistik studiert, viele Jahre in den Kommunikationsabteilungen verschiedener Unternehmen gearbeitet und mich erst 2021 für die Sache mit dem Fisch entschieden. Seitdem packe ich hier mit an. Anders bei Alex, der schon immer wusste, dass er den Betrieb seiner Eltern übernehmen möchte. Sein Weg zum Fischwirtschaftsmeister lag gepflastert vor ihm und wollte begangen werden. Ich bewundere Alex für sein Wissen, sein Können und sein unglaubliches Gespür für die Teichwirtschaft. Und ich habe größten Respekt für das Lebenswerk meiner Schwiegereltern, die die Fischzucht Seehof aufgebaut haben. So vieles habe ich in den vergangenen Jahren von meiner Familie rund um Fisch gelernt und meinen Platz im Betrieb gefunden. Einfach mal machen. Das war mein Antrieb. Das hat auch gut funktioniert. Dann wollte ich mehr. Mehr Fachwissen, mehr Praxis, mehr Kompetenz. Die Sache mit dem Fisch hatte mich gepackt. Unser Sortiment wächst. Längst vermarkten und veredeln wir nicht mehr nur eigene Süßwasserarten. Den Fisch wollen wir nicht einfach nur verkaufen. Wir wollen beste und gleichzeitig bezahlbare Qualität. Wir wollen Genuss mit guten Gewissen. Wir wollen empfehlen und beraten. Denn auch die Fragen unserer Kundinnen und Kunden werden spezifischer: Wie erkläre ich, warum der Karpfen aus heimischer Zucht eines der nachhaltigsten Lebensmittel ist? Was antworte ich Kundschaft, die besorgt ist, ob Lachsfilet mit Antibiotika belastet ist? Wie erkläre ich den Preisunterschied zwischen handwerklich hergestelltem zum günstigen Räucherlachs im Supermarktregal? Oder was empfehle ich bei Histaminunverträglichkeit? Ernährung und Genuss, gerade bei Fisch und Seafood, geht einher mit Verantwortung. Fischkauf ist Vertrauenssache. Da braucht es weniger Etiketten und Siegel. Es braucht Menschen. In Bremerhaven konnte ich von den Besten ihres Faches lernen. Ich bin stolz, jetzt eine ganz eigene Ausbildung zu haben, in dem Feld, dem ich Arbeit und Leben gewidmet habe: Fisch. Jetzt freue mich auf das nächste Kapitel: eine Fischsommelière und ihr Fischwirtschaftsmeister.” -Cheers, Kathi-
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